Bernd Frischeisen

Schwerhörigkeit

Das Erkennen und Behandeln von Schwerhörigkeit
stellt eine zentrale Aufgabe des HNO-Arztes dar.
Grundlegende Untersuchungen hierfür sind
Ohrmikrokopie, Erstellen eines Reintonaudiogrammes
und Sprachaudiometrie. Bei
nachgewiesener relevanter Schwerhörigkeit
beraten wir Sie gerne zur Hörgeräteversorgung
oder im Einzelfall auch zur Operation.
Dank moderner Techniken (Messung
otoakustischer Emissionen) kann heute zudem
bereits im Säuglingsalter eine Schwerhörigkeit
erkannt werden. Ein früher Therapiebeginn an
einem entsprechendem Zentrum ist entscheidend
für die gesamte Entwicklung des Kindes.
Entzündliche Prozesse im Mittelohr (Trommelfell,
Gehörknöchelchen, Paukenhöhle) können
das Hören verschlechtern. Neben der
Ohrmikroskopie gibt hier die Untersuchung
des Schwingungsverhaltens des Trommelfelles
(Impedanzmessung) weiteren Aufschluss.
Die Therapie ist je nach Krankheitsbild sehr
unterschiedlich und reicht von medikamentös
konservativ bis zur Operation.
Neben der anfangs genannten Basisdiagnostik
erfordern gewisse Ohrerkrankungen (z. B. stark
asymmetrisches Hören, bleibender Hörverlust
nach Hörsturz, Schwindel, Tinnitus, schlechtes
Sprachverstehen etc.) eine Abklärung des
Hörnerven. Die Hirnstammaudiometrie (BERA)
ermöglicht uns die Leitungsgeschwindigkeit des
Nerven zu bestimmen. Ein auffälliger Test kann
Hinweis auf eine Nervenveränderung sein und
muss durch eine Bildgebung (MRT) abgeklärt
werden.